Jürgen K. Hultenreich
Die Schillergruft

Format: 13,5 x 21 cm, 272 Seiten.
Hardcover, Fadenheftung mit Schutzumschlag und Lesebändchen

Als der junge Georg Hull Mitte der 60er Jahre in der DDR wegen eines gescheiterten Fluchtversuchs verhaftet wird, ahnt er noch nicht, welcher leidvolle, manchmal absurde Weg durch die Mühlen der Justiz und Psychatrie ihm bevorsteht. Weil er sich vor Gericht mit Schillerzitaten verteidigt und überdies erklärt, er läse nur Schiller, findet er sich bald schon „zur Beobachtung“ unter Geisteskranken oder sonst irgendwie Auffälligen wieder. In der Tat kennt er viele Gedichte Schillers, die ihm Halt geben in dieser „Gruft“, auswendig. Immer wieder muss er sie seinen Vernehmern perfekt rezitieren – und manchmal bringen Sie ihm auch finanzielle Sonderleistungen ein. Dort, in tiefster Bedrängnis, findet Georg Hull sogar seine verloren geglaubte Jugendliebe wieder. Trotz einer gespenstischen Geisterfahrt durch die Welt von Medikamentenzwang und Elektroschocks besteht er diesen Irrwitz mit Ironie und Haltung.

Nicht ich bin krank, das Land ist es
Georg Hull

ISBN 978-3-937434-56-8
Ladenpreis 19,80 €       

     

… einer der bedeutendsten Romane über die DDR-Gesellschaft.
Deutsche Schillerstiftung

Jürgen K. Hultenreichs Roman ist ein literarischer Glücksfall. Er sei den DDR-Nostalgikern ans
Herz gelegt, aber auch all jenen, die gern übergangslos vom Lachen zum Weinen wechseln.
Freya Klier

Was der Autor schildert, ist ihm widerfahren. Eine Staatsanwältin ließ den 18-jährigen in die Psychiatrie
Pfafferode einweisen. So abschreckend die Verhältnisse in der geschlossenen Anstalt DDR auch immer waren,
so faszinierend sind die Gestalten, die in diesem grandiosen Panoptikum agieren.
Wulf Kirsten

 
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