Hans Fallada in Carwitz

Text: Bernd E. Fischer
Photographien: Angelika Fischer

Fast sah es nach einer Idylle aus. Ein Schriftsteller zieht aufs Land, um sich fortan nur noch seinem Werk, der Familie und der Landwirtschaft zu widmen. Hans Fallada floh nach dem sensationellen Erfolg seines Romans Kleiner Mann - was nun? nach Mecklenburg, um seinem unruhigen, ja zerrissenen Leben endlich ein ruhiges Fundament zu geben. In Carwitz, einem kleinen Dorf, umgeben von Seen und Wäldern, erwarb er die Büdnerei Nr.17, ein Bauerngut mit Stallungen und Vieh und ausgedehnten Ländereien. Verbissen arbeitete er dort an seinen Büchern und kämpfte um seine Anerkennung als Volksschriftsteller. Doch schrieb man 1933. Der sozialkritische Autor entging auch in dieser Abgeschiedenheit nicht den Nachstellungen der nationalsozialistischen Machthaber. Zunehmend bedrängt und schließlich zum unerwünschten Autor erklärt, musste er erleben, wie seine Idylle zerbrach. Auch holte den ehemaligen Strafgefangenen seine Vergangenheit ein. Alkohol und Drogensucht zerrissen schließlich auch seine Familie. Carwitz wurde zum Schauplatz eines verzweifelten Ringens und schließlich der menschlichen Zerrüttung eines Autors, der wie kein anderer die Sorgen und Nöte der kleinen Leute gestaltet hatte.


ISBN 978-3-937434-72-8
Ladenpreis 8,80 €
In Klarsichthülle

     

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